Katharina und Lukas in Santa Isabell

CIELALT von Juli – August 2010

Wir verbrachten unsere zwei Sommerferienmonate in Ecuador und davon fünf Wochen in der Schule CIELALT in Santa Isabel. Ich (Katharina) besuche zurzeit das Kolleg für Sozialpädagogik in St.Pölten, in dem man in den Sommerferien ein drei-wöchiges Praktikum machen muss. Ich habe mich entschieden mein Praktikum im Ausland zu machen und auch mein Freund, Lukas, beschloss mich zu begleiten. CRECER war uns dabei eine große Hilfe.

Ich wurde in die Kindergartengruppe eingeteilt, wo ich die Vormittage gemeinsam mit der Lehrerin, Rosa und den 13 Kindern verbrachte. Einige Kinder waren schwierig und aggressiv. Es war oft nicht einfach mit ihnen zu arbeiten, was vor allem daran lag, dass die Schaukel gleich neben dem Klassenzimmer stand. Die Kinder waren für andere Aktivitäten nicht leicht zu begeistern, trotzdem versuchte ich mich einzubringen, bot Bastelarbeiten an und beteiligte mich am Alltag.

Luki und ich sahen unsere Hauptaufgabe in den Nachmittagen. Neben Englischkursen, Bastel- und Sport-Spiele-Nachmittagen stellten wir Lernspiele her, verfassten eine Sport-Spielesammlung auf Spanisch und bemalten eine Wand mit der Erdkugel. Wir merkten im Laufe der Zeit, dass viele Kinder nicht wussten, wo die Kontinente liegen und nun haben sie die Möglichkeit nachzusehen.
Ich bin sehr froh dieses Praktikum gemacht zu haben. Ich habe vieles über eine andere Kultur und auch über mich selbst und viele ganz liebe Menschen kennengelernt. Jedoch weiß ich jetzt auch, dass es sinnvoller wäre ein Praktikum im Ausland längerfristiger zu machen. Vor allem wenn man die Sprache, so wie Lukas und ich, nicht ganz beherrscht. Das Land ist wunderschön und hat sehr viel zu bieten, darum empfehle ich unbedingt eine Zeit zum Reisen einzuplanen.
Ich (Lukas) wurde dazu eingeteilt den Lehrer Fabian in der 5. Klasse (ca. neun- jährige Kinder) zu unterstützen. Auch in meiner Gruppe gab es ein paar vernachlässigte und schlimme Kinder, die es auch zu Hause nicht so einfach hatten.

Ich habe mich in der Klasse dann auf die Unterstützung der schulisch schlechteren Kinder konzentriert. Das funktionierte auch ganz gut, aber leider waren meine schlechten Sprachkenntnisse bei der Hilfe, die ich anbot, im Weg. Deshalb würde ich jedem/jeder empfehlen mit ausreichenden Spanischkenntnissen an diesem Projekt teilzunehmen. Man lernt zwar schnell die Basis, aber oft reicht das nicht.

Auf jeden Fall haben Kathi und ich in Santa Isabel eine schöne Zeit verbracht und sind sehr dankbar für alle Erfahrungen, die wir nur mit der Hilfe von CRECER in diesem wunderschönen, vielfältigen Land machen konnten.